Vogelstimmenwanderungen

Eine Tradition unserer NABU-Gruppe im Mai

Im Frühjahr veranstalten wir regelmäßig unsere Vogel­stimmenwanderung.

2026

Vogelbeobachtung rund ums Bollwerk

Eingeladen zu einer vogelkundlichen Exkursion am 17.05.2026 hatte der Vorsitzende der Fischbachtaler NABU-Gruppe, Dr. Raimund Sauter, nicht nur alle Mitglieder, sondern ganz besonders die Bürgerinnen und Bürger aus dem Bereich Schlossberg.

 

Fachkundliche Leitung hatte Bernd Seipel, der seit vielen Jahren in Sachen Vogelkunde unterwegs ist und berechtigt ist, seine Beobachtungen auf der Fachseite „Ornitho“ zu veröffentlichen (s. Liste unten).

 

Vom Treffpunkt am Spielplatz Schlossberg starteten wir um 7.00 Uhr in der Früh bergauf Richtung Schwimmbad, am Eselsbrunnen vorbei und hoch nach Lichtenberg.

 

Bedingt durch das schon fortgeschrittene Brutgeschehen war der „Paarfindungs-Gesang“, das Werben der Männchen um eine Partnerin, nicht mehr so intensiv; zur Revierabgrenzung und teilweise auch „just for fun“ haben aber trotzdem viele Arten gesungen und konnten bestimmt werden:

  • 1 Kormoran (Phalacrocorax carbo)
  • 5 Ringeltauben (Columba palumbus)
  • 6 Mauersegler (Apus apus)
  • 2 Buntspechte (Dendrocopos major)
  • 4 Elstern (Pica pica)
  • 4 Rabenkrähen (Corvus corone)
  • x Kohlmeisen (Parus major)
  • 2 Mönchsgrasmiicken (Sylvia atricapila)
  • 1 Dorngrasmücke (Curruca communis)
  • x Amseln (Turdus merula)
  • 1 Rotkehlchen (Erithacus rubecu/a)
  • 1 Hausrotschwanz (Phoenicurus ochruros)
  • 1 Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus)
  • x Haussperlinge (Passer domesticus)
  • 3 Buchfinken (Fringilla coelebs)
Gartenrotschwanz - Foto: NABU/Christoph Kasulke
Gartenrotschwanz - Foto: NABU/Christoph Kasulke

Zwei Highlights gab es auf dieser Tour:

 

Ausgiebig präsentierte sich das Männchen des bei uns seltenen Gartenrotschwanzes beim Singen. Auf exponiertem Sitz auf der Spitze eines abgestorbenen Astes konnten gegen den hellen Himmel seine leuchtenden Farben und die Schnabel- und Kehlbewegungen beim charakteristischen Gesang per Fernglas bewundert werden. (Bild vom Gartenrotschwanz)

Dorngrasmücke - Foto: Andreas Trepte, CC BY-SA 2.5
Dorngrasmücke - Foto: Andreas Trepte, CC BY-SA 2.5

Eine zweite Rarität bot eine Dorngrasmücke, ein Zugvogel, der erst seit kurzer Zeit wieder hier in seinem Sommerrevier ist. Aufgrund seiner bräunlichen Tarnfarbe und seiner Lebensweise vorwiegend in Hecken ist er normalerweise nur über seinen artspezifischen Gesang zu identifizieren. An diesem Tag saß und sang er, ähnlich wie der Gartenrotschwanz, auf der Spitze eines abgestorbenen Astes und bot sich und seinen Gesang der Gruppe dar. 

Mit der Bewunderung der Flugkünste der schnellen Mauersegler, die ihre Brutplätze im Mauerwerk des Bollwerkes haben, ging es zurück zum Ausgangspunkt.

 

Im Außenbereich der Backfiliale Schellhaas am Edeka-Markt lud die NABU-Gruppe alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer noch zum Erfahrungsaustausch bei Kaffee und Stückchen ein.

 

 

Sobald die Daten zur nächsten Wanderung feststehen, finden Sie diese unter Aktuelles und Termine.

 

2013

Ein europäisches Schwarzkehlchen
Ein europäisches Schwarzkehlchen

Die Wanderung 2013 hat am 12. Mai wieder unter der fachkundigen Führung von Herrn Gerhard Müller aus Rohrbach stattgefunden. Diesmal sollte der liebevoll zusammengestellte Weg am Gaßnersberg und Fischbach besonders viel vom Artenreichtum in unserem Tal demonstrieren – Streuobstwiesen, Bach- und Feldlandschaft, Wald und Waldränder bieten ja fast jedem etwas. Doch dann begann nach schönem Beginn der große Regen, und wir mussten leider manches aufs nächste Mal vertagen. Aber das kommt ja bestimmt.

 

Immerhin gab es neben dem Neuntöter auch ein Schwarz­kehlchen zu bewundern. Und natürlich Buch- und Distel­finken, Mönchs-, Dorn- und Gartengrasmücke, eine Sperber­grasmücke, Goldammern, Zaunkönige und andere kleinere und größere Singvögel, die Herr Müller und erfahrene Teilnehmer genau und geduldig heraushörten, durchs Fernglas zeigten und erklärten.

Vogel des Jahres 2026

Das Rebhuhn ist Vogel des Jahres 2026

 

Ein kleiner Feldbewohner mit großer Botschaft.

 

Mit dem Rebhuhn rückt ein stark gefährdeter Agrarvogel ins Rampenlicht – und das aus gutem Grund: Sein Lebensraum sind Äcker und landwirtschaftlich genutzte Flächen, wo in den frühen Morgen- und späten Abendstunden die raue Stimme der Hähne erklingt. Doch das Rebhuhn wird immer seltener.

 

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